SIKU mit paraworld.ch im Tessin
Geschrieben von Urs Ackermann am 8. Juli 2012

Warum nicht mal Extremflugmanöver in gesichertem Rahmen über dem Lago di Lugano üben…?
Nach intensivem Studium der Briefingunterlagen über die Flugmanöver ging es nun an die praktische Umsetzung. Nichtsahnend von den emotionalen Höhen- und Tieflügen stürzen wir uns ins Abenteuer...



Am frühen Sonntagnachmittag ging es mit Wohnwagen im Schlepptau über den San Bernardino und den Monte Ceneri bis nach Melano zum Campingplatz Paradiso. Nach einigem Schweiss treibenden Situationen stand dann der Wohnwagen endlich an der richtigen Stelle bzw. in der richtigen Lage, gell Rico ;-). Nach einem erfrischendem Schwumm im Luganersee genossen wir ein ausgiebiges Nachtessen mit feinen Rindsfilet vom Grill und Pasta von Zuhause (Grazie mille Amore;-) – Natürlich durften  eins zwei kühle Bierchen nicht fehlen. Wir fragten uns was uns der morgige Tag bringen wird und in der schwülwarmen Abendluft lag ein Mix aus Vorfreude und Nervosität …

 1.Trainingstag

Wie leicht vorgeahnt, blies uns der Nord Föhn fast davon. Nicht zu denken an einen Start am Monte Generoso. Ueli unser Fluglehrer entschied sich für Trockentraining mit Notschirmwerfen, Kontrolle der gesamten Ausrüstung und mentale Vorbereitung aller Flugmanöver gehören natürlich dazu! Nach dem gemeinsamen Nachtessen mit allen SIKU-Teilnehmern, das von Ueli und Eliana auf einem riesigen Wok vorbereitet wurde, liessen wir den Tag gemütlich auslaufen…

 2.Trainingstag

Nach dem Flug- und Wetterbriefing ging es endlich ab auf den Monte Generoso. Bei allen Piloten roch man förmlich die Anspannung (So quasi alle hatten die Hosen schon voll). Volle Konzentration bei den Startvorbereitungen, ich wartete auf das Go von Roni dem Starplatzleiter. Ich entschied mich für einen Rückwärtsstart, da es einen leichten Aufwind gab. Da Ueli vor dem Start zügigen Talwind am Landeplatz gemeldet  hatte, flog ich auf der Krete entlang Richtung Mailand und konnte thermisch Höhe machen. Dann raus quer zum Tal mitten auf den See und wartete auf die Anweisungen von Ueli, der am Landeplatz direkt am See stationiert wartete. Ich tastete mich mit Manöver wie Nicken, Rollen und Wingover, drei schnelle Kreise, Ausleiten auf Achse, Spiralansatz, kleine und grosse Ohren. Im Ganzen absolvierte ich 3 Flügen an diesem Tag. Danach konnte ich endlich meine Hosen leeren;-).

 3.Trainingstag

Es waren  wieder 3 Flüge angesagt  mit allen Arten von Klappendeformationen, asymetrischer Klapper, gehalten und beschleunigt, Frontklapper und Stall, Vrilenansatz gebremst und Trimmspeed. Jeden Abend gab es ein Debriefing und eine  Videoanalyse der Manöver.

 4.Trainingstag

Heute ging es so richtig ab; bei mir standen beim 1.Flug Spirale, Wingover und Fullstall auf dem Programm. Der 2.Flug brauchte ich für eine 100% Bremse, Vrille und Spirale. Ueli lotste mich auf die Höhe von Campolago mitten auf den See, da wieder recht zügiger Talwind herrschte. 100m über dem See gab er das OK zum aus einem gehaltenen Klapper den Notschirm zu werfen. Alles ging sehr schnell.. Der Notschirm öffnete sich, pendelte anfangs  hin und her bis ich den normalen Schirm zum Fliegen hindern konnte. Ich packte einfach die D-Leinen und wickelte bis  nichts mehr ging  und der Schirm nicht mehr flog. Jetzt ging es grad mit 5.5m/sec stabil und ruhig runter: „ 20Meter, 15Meter…“  klingt Uelis Stimme in meinem Ohr und schon traf ich auf Wasser. Schnell ging die Schwimmweste automatisch auf und hielt meinen Kopf über Wasser. Ich löste die Beinschlaufen des Gurtzeugs und wartete auf Ueli  und das Boot. Nach meinem ok wurde zuerst der Hauptschirm, dann der Notschirm und dann ich ins Boot gehoben. Unbeschreibliche Gefühle und  Eindrücke gingen mir durch den Kopf, während wir ans Land fuhren. Und so ging es Schlag auf Schlag, einer nach dem anderen kam am Notschirm runter und wurde von Ueli eingesammelt…

 Wir hängten noch einen weiteren Flugtag an und genossen das freie Thermikfliegen am Monte Generoso. Kaum war die Zahnradbahn aus dem Bahnhof in Capolago ausgefahren fiel uns  ein älterer Mann auf, der schweratmend am offenen Fenster stand. Sofort eilten Rico und ich zur Hilfe. Nach kurzer Betreuung kam auch schnell die Ambulanz. Somit hatten wir nicht nur SIKU sondern auch gleich unsere Erstehilfekenntnisse aufgefrischt:-))

Zum Schluss erlebten wir auf dem Heimweg auch noch eine Panne. Kurz vor Pian San Giacomo machte unser Auto schlapp. Doch Dank TCS und viel Geduld kamen auch wir wieder ganz ins Bündnerland zurück;-))

Urs Ackermann

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Thomas Jeltsch
26. Feb 17:22   Sicherheitstraining am Sa. 28.2.2015, Turnhalle Tuma Platta, Domat/Ems. Eingang an der Nordseite (Schwimmbad Seite). Ab 14:00 Schirm packen unter Anleitung, ab 17:00 für Selfies. Gruss Thomas

Fredi Bach
15. Feb 15:56   Wer sich schon mal auf die neue XC Saison vorbereiten will: http://xcomp.org/xcroutes/

Samuel Patzen
24. Jan 19:45   Test

Davide Cattaneo
27. Mrz 18:07   Mora 28.03.2014 Fanas??wer chunt mit?Dave 0792070106

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